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Proteinshakes & Proteinpulver : Ja oder Nein? | Sind Eiweißshakes wichtig oder nicht?

Heute möchte ich einer häufig gestellten Frage nachgehen, ob man zwingend Proteinshakes /-pulver konsumieren muss, wenn man mit dem Training beginnt (oder einfach nur seine Ernährung umstellen möchte) und in welchem Falle der Einsatz durchaus Sinn machen kann.
Die Fragen sind gar nicht so unberechtigt, denn früher oder später wird man unweigerlich mit Proteinergänzungen, Proteinshakes und diversen Nahrungsergänzungsmitteln konfrontiert. Selbst DM, Rossmann und Discounter bieten mittlerweile Proteinpulver an, wodurch die Berührungsängste mit Nahrungsergänzungsmitteln mehr und mehr genommen werden.
 
Ich möchte die Frage nicht mit einem einfachen JA oder NEIN beantworten, denn das würde der Sache nicht gerecht werden. Stattdessen möchte ich versuchen euch zu vermitteln, in welchen Fällen es Sinn machen könnte mit Proteinergänzungen und Eiweißshakes zu arbeiten und wann ihr euch lieber das Geld sparen solltet. Eine Frage kann ich jedoch an der Stelle jedoch sehr schnell abhaken, nämlich ob spezielle Eiweißshakes für Frauen existieren oder notwendig sind: Nein liebe Damen, es gibt keinen Unterschied. Wenn spezielle Proteinpulver oder -shakes für Frauen angeboten werden, dann nur deswegen, weil damit Geld verdient werden möchte.
 
Grundsätzlich bleibt die Regel bestehen, dass man keine Proteinergänzungen und andere Formen von Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis von Eiweiß benötigt, wenn man es schafft über seine alltägliche Ernährung auf seinen Eiweißbedarf zu kommen. Sind Proteinshakes nützlich? Absolut! Sind sie dringend notwendig? Nein. 
Hier erfährst du meine 7 Gründe, wann und wieso es Sinn machen könnte mit Proteinshakes und Eiweißergänzungen zu arbeiten.

1. Du schaffst es nicht deinen Proteinbedarf über die normale Ernährung zu decken

Gerade zu Anfang einer Ernährungsumstellung ist die erste sinnvolle Maßnahme in der Regel die Erhöhung des Proteinanteils, bei einer gleichzeitigen Reduktion der Kohlenhydrate und/ oder Fette (falls ein Abnehmwunsch besteht). Entscheidend ist bei der Wahl der Nährstoffverteilung, welcher Weg für einen selbst am Einfachsten erscheint.
Je nach Person, kann das eine mehr oder weniger gravierende Umstellung der bisherigen Ernährungsgewohnheiten bedeuten, wenn man plötzlich den Eiweißanteil erhöhen soll und dabei die bisherigen „Grundnahrungsmittel“ etwas reduzieren muss.
 
Wenn man sich vorstellt, dass man plötzlich seinen bisherigen Proteinbedarf um das 2-3 fache erhöhen muss (was erfahrungsgemäß gar nicht so unüblich ist, bei der typischen Kost vieler Personen heutzutage), so kann der Einsatz von Proteinpräparaten, wie Proteinpulver, durchaus gerechtfertigt sein, um die anfängliche Umstellung zu erleichtern und die Gesamtaufnahme zu gewährleisten ohne größere Mengen an Fleisch oder sonstigen proteinreichen Lebensmitteln konsumieren zu müssen.
Und das führt uns zu Punkt Nr. 2…

2. Du bist Veganer/ (Vegetarier) oder isst allgemein wenig Fisch, Fleisch und Milchprodukte

Sich BEWUSST ERNÄHRENDE Vegetarier, die ausreichend Milchprodukte, Eier und proteinreiche pflanzliche Lebensmittel konsumieren, brauchen sich hier nicht angesprochen fühlen. Genauso wenig wie SEHR BEWUSST lebende Veganer, denn hier ist es noch ein klein wenig herausfordernder, als bei Vegetariern auf seinen Eiweißbedarf zu kommen.
 
Veganer, Vegetarier und Menschen die sehr unregelmäßig/ ungern auf Fisch, Fleisch & Co zurückgreifen fallen definitiv in diese „Risikogruppe“. Nochmals: Wir sprechen über Menschen die sich noch nicht so intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben und genau wissen, wo was in welchen Mengen enthalten ist.
Hier kann es auch sinnvoll sein ein Proteinpräparat einzusetzen, wenn man merkt, dass es allein über die Ernährung nicht hinhaut.
 
Ich gehöre übrigens auch zu den Menschen die nicht Unmengen an Fleisch verzehren und genau deswegen gibt es bei mir auch häufig ein leckeres Nudel-, Reis- oder Kartoffelgericht, mit einer Portion Gemüse und einen Proteinshake dazu oder einen selbstgemachten Kräuterquark. Was auch eine Möglichkeit ist, die auch bei mir häufig zum Einsatz kommt, ein proteinreiches Dessert, z.B. in Form eines Früchte-Quarks. 
Eine feste Ernährungsregel die ich für mich und meine Kunden aufgestellt habe: Zu jeder Mahlzeit gehört eine ordentliche Portion Eiweiß!

3. Du möchtest nach dem Training auf eine leicht verdauliche Proteinquelle zurückgreifen

Aus persönlicher Erfahrung heraus finde es wesentlich angenehmer nach einem intensiven Training auf eine leicht verdauliche Proteinquelle zurückzugreifen, anstatt eine feste Mahlzeit essen zu müssen – nicht immer, aber häufig 🙂 In diesem Zeitfenster unmittelbar nach dem Training (Post Workout Phase) kann ein Eiweißshake oder Post Workout Shake durchaus sinnvoll sein.
Der Verdauungsapparat wird, je nach praktizierter Trainingsform, mehr oder weniger stark belastet. Gerade dann, wenn man ein hartes Training hinter sich gebracht hat. Schon mal probiert nach einem 20min Sprinttraining etwas festes zu essen? Nicht sehr angenehm!
Da ist ein Proteinshake oder Aminosäuredrink wesentlich angenehmer, da es nicht so schwer im Magen liegt. Meine erste feste protein- und kohlenhydratreiche Mahlzeit folgt meist 1.5-2h danach. 

4. Du suchst einen kalorienarmen Mahlzeitenersatz

Du möchtest ohne groß nachzudenken deine Kalorienaufnahme etwas drosseln? Dann ersetze ein bis maximal 2 Mahlzeiten durch einen Proteinshake (bitte nicht alle Mahlzeiten!).
Eine geläufige Methode ist z.B. der Verzicht der Abendmahlzeit durch den Einsatz eines Proteinshakes. Proteinpulver in den Shaker, Wasser oder Milch dazu, durchschütteln und fertig ist das Abendessen. Zeitspareffekt inklusive.
Finde ich grundsätzlich nicht verkehrt und bringt sehr häufig bereits erstaunliche Ergebnisse mit sich.
Das liegt aber nicht an dem Eiweißshake per se, sondern an der damit verbundenen (reduzierten) Kalorienzufuhr.
Auch Menschen die beruflich viel im Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, können von Proteinshakes als Mahlzeitenersatz oder profitieren.

5. Du möchtest nicht auf deinen (Protein-) Milchshake verzichten

Du trinkst gerne einen eiskalten Milkshake im Sommer? 
Es geht aber auch kalorienärmer und damit um einiges figurfreundlicher. Kauf dir ein leckeres Proteinpulver mit einem Geschmack deiner Wahl (am besten Casein, das wird schön dickflüssig mit Milch), mische es mit 250-300ml fettarmer Milch, dazu etwas Crushed Ice und genieße deinen sündenfreien Protein Milkshake.

6. Du backst gerne und möchtest auf Zucker und einen hohen Kohlenhydratanteil verzichten

Wer mir regelmäßig folgt und/oder meine Kochbücher besitzt, der kennt meine Backrezepte auf Basis von Proteinpulver. Ob du süßes Proteinpulver verwendest oder neutrales Eiweißpulver, um dir z.B. Protein Brötchen oder Eiweißbrot zuzubereiten, ist jedem selbst überlassen, aber Fakt ist, dass Eiweißpulver zum Backen eine gute Alternative bietet, um ohne Zucker zu backen oder den Mehlanteil zu reduzieren.
Die Vorteile in Kurzfassung: Super Geschmacksträger, perfekter Zuckerersatz (& teilweise auch Mehlersatz), gute Backeigenschaften und hoher Sättigungsfaktor, was uns dann auch schon zu Punkt Nr 6 führt…

7. Du suchst einen guten Diäthelfer

Wir kennen sie alle: Die Gelüste, die uns während einer Diät überkommen. Manchmal fehlt uns einfach der süße Geschmack und die Psyche macht uns einen Strick durch die Rechnung. In diesen Situationen empfehle ich sehr gerne einen Proteinshake als sättigenden Süßigkeitenersatz (siehe Punkt Nr. 5) oder als Proteinpulver unter den Joghurt oder Quark gerührt. Quark und Erdbeerprotein? Schmeckt wie Fruchtzwerge.
Ich hoffe, dass euch diese 7 Tipps & Tricks auf die Sprünge geholfen haben und die Entscheidung damit erleichtert, ob ihr zukünftig auf ein hochwertiges Proteinpräparat zurückgreifen möchtet oder versucht euren täglichen Proteinbedarf über eure alltägliche Ernährung abzudecken. Wichtig ist, dass ihr euch damit wohl fühlt und eine Routine darin entwickelt euch gut zu versorgen.
 
Wenn euch dieser Infobeitrag gefallen hat, dann teilt ihn gerne mit euren Freunden und kommentiert, wie ihr mit diesem Thema umgeht und ob ihr regelmäßig Proteinpulver und -ergänzungen konsumiert.
  
Euer Fitnesskoch Q

2 Comments

  1. Super Beitrag!!! Klasse erklaert. Immer interessant und aufklaerend was du schreibst. Vielen Dank.

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